Animal Kingdom – Die Serie, die sich anfühlt wie ein GTA-Heist

Animal Kingdom – Die Serie, die sich anfühlt wie ein GTA-Heist

Crime‑Serien gibt es viele. Doch nur wenige schaffen es, Action, Familien­drama und Charakterentwicklung so kompromisslos miteinander zu verbinden wie Animal Kingdom. Die Serie lief von 2016 bis 2022 und erzählt die Geschichte der Familie Cody – einer Bande von Kriminellen, die in Oceanside, Kalifornien, ihr eigenes kleines Imperium aufgebaut hat.

Im Zentrum der Geschichte steht Joshua „J“ Cody, der nach dem Tod seiner Mutter zu seiner Großmutter Janine „Smurf“ Cody zieht. Schnell merkt er, dass in dieser Familie etwas anders läuft als bei den meisten anderen. Die Codys verdienen ihr Geld nicht mit normalen Jobs. Ihr Geschäft sind Überfälle, Schmuggel und alles, was genügend Geld bringt.

Die Serie kombiniert mehrere Genres gleichzeitig: ein Heist‑Drama voller spektakulärer Überfälle, ein intensives Familiendrama und gleichzeitig eine Coming‑of‑Age‑Geschichte über J, der langsam lernt, wie dieses kriminelle System funktioniert.

GTA‑Vibes im Serienformat

Beim Schauen hatte ich oft das Gefühl, dass diese Serie für Fans von Grand Theft Auto gemacht wurde. Viele der Überfälle sind so spektakulär und teilweise so absurd riskant, dass sie direkt aus einem GTA‑Heist stammen könnten.

Motorräder, Surfbretter, Schnellboote oder andere extreme Methoden werden regelmäßig genutzt, um Coups durchzuziehen oder zu fliehen. Dieser Mix aus Extremsport, Adrenalin und krimineller Kreativität verleiht der Serie eine Energie, die man sonst eher aus Videospielen kennt.

Genau deshalb ist Animal Kingdom meiner Meinung nach ein absolutes Must‑See für alle GTA‑Fans. Wer diese Art von Action liebt, wird hier viele Momente finden, die sich anfühlen, als hätte jemand eine besonders gute GTA‑Mission verfilmt.

Die echte Geschichte hinter der Serie

Viele Zuschauer wissen gar nicht, dass Animal Kingdom lose auf einer realen kriminellen Familie basiert: der Pettingill‑Familie aus Melbourne in Australien.

Diese Familie machte in den 1980er‑Jahren Schlagzeilen, weil mehrere ihrer Mitglieder in Drogengeschäfte, Raubüberfälle und Gewaltverbrechen verwickelt waren. Die Matriarchin Kathleen Pettingill wurde von den Medien sogar als „Granny Evil“ bezeichnet.

Besonders berüchtigt ist ein Ereignis aus dem Jahr 1988: die sogenannten Walsh‑Street‑Morde, bei denen zwei Polizisten in einen Hinterhalt gelockt und erschossen wurden. Mehrere Mitglieder der Familie standen im Verdacht, wurden letztlich jedoch freigesprochen.

Die Serie übernimmt die Grundidee dieser kriminellen Familienstruktur, dramatisiert sie jedoch stark und verlegt die Handlung nach Kalifornien.

Von einem Indie‑Film zur erfolgreichen Serie

Bevor es die Serie gab, erschien 2010 der australische Film Animal Kingdom. Der Film gewann beim Sundance Film Festival einen Preis und wurde für mehrere internationale Awards nominiert.

Der Erfolg dieses Films führte schließlich dazu, dass TNT die Idee zu einer Serienadaption entwickelte. Statt Melbourne wurde Oceanside in Kalifornien zum Schauplatz – ein sonniger Küstenort, der perfekt zu der Mischung aus Strand‑Lifestyle und Kriminalität passt.

Dieser Kontrast ist ein wichtiger Teil der Atmosphäre der Serie: Surfen am Morgen, Banküberfall am Nachmittag.

Königreich des Verbrechens (2010)

Smurf – eine der faszinierendsten Figuren der Serie

Das Herzstück der Serie ist Janine „Smurf“ Cody. Sie ist nicht nur die Großmutter der Familie, sondern auch deren Anführerin.

Smurf organisiert die Jobs, verteilt das Geld und kontrolliert ihre Söhne mit einer Mischung aus Charme, Manipulation und emotionalem Druck.

Solche Figuren sieht man im Fernsehen selten: eine weibliche Matriarchin, die ein kriminelles Imperium führt und ihre Familie gleichzeitig zusammenhält und zerstört.

Warum die Serie so gut funktioniert

Animal Kingdom ist mehr als nur eine Serie über Verbrechen. Eigentlich ist sie eine Geschichte über Familie, Loyalität und Macht.

Die Codys funktionieren wie ein Rudel. Jeder hat seine Rolle, jeder kämpft ums Überleben – und gleichzeitig hält sie eine seltsame Form von Loyalität zusammen.

Der Titel der Serie passt daher erstaunlich gut: Es geht um ein „Tierreich“, in dem Stärke, Instinkt und Macht über Moral stehen.

Meine persönliche Meinung zur Serie

Für mich gehört Animal Kingdom ganz klar zu den Serien, die man gesehen haben sollte – besonders wenn man Action‑reiche Crime‑Stories liebt.

Gerade die ersten vier Staffeln sind extrem stark. Die Überfälle sind kreativ, die Charaktere entwickeln sich ständig weiter und die Spannung bleibt durchgehend hoch.

Die fünfte Staffel ist meiner Meinung nach die schwächste der Serie. Teilweise auch wegen der Corona‑Pandemie wirkt sie deutlich anders als die vorherigen Staffeln. Viele Handlungsstränge fühlen sich wie ein sehr langer Selbstfindungs‑Trip an, der sich manchmal etwas zieht.

Ich hatte ehrlich gesagt zwischendurch Mühe, weiterzuschauen.

Aber: Es lohnt sich.

Denn die sechste Staffel bringt die Geschichte zu einem richtig starken Abschluss. Viele offene Fragen werden beantwortet, alte Konflikte finden endlich ihr Ende und mehrere Handlungsfäden laufen zusammen.

Das Finale ist genau die Art von Abschluss, die sich eine Serie dieser Größenordnung verdient hat.

Fazit

Animal Kingdom ist eine Serie über Familie, Loyalität und Kriminalität – erzählt mit spektakulären Heists, intensiven Charakteren und einer Atmosphäre, die irgendwo zwischen Surfer‑Lifestyle und Gangsterdrama liegt.

Für GTA‑Fans ist sie meiner Meinung nach fast Pflichtprogramm.

Aber auch alle anderen, die gute Crime‑Serien mögen, sollten ihr definitiv eine Chance geben. Spätestens nach den ersten Staffeln merkt man schnell, dass diese Serie etwas Besonderes ist.

Und wer bis zum Ende durchhält, wird mit einem Finale belohnt, das viele der offenen Fragen endlich zusammenführt.


Hat dir Animal Kingdom genauso viel Adrenalin beschert wie mir? Dann interessiert mich jetzt deine Meinung.

Welche Staffel hat dir am besten gefallen? Und bist du auch der Meinung, dass viele der Heists direkt aus einem GTA-Spiel stammen könnten?

Registriere dich hier auf der Sternen Schmiede, um mitzureden und deine Gedanken zur Serie zu teilen. Ich bin gespannt, wie ihr das Finale und die Entwicklung der Cody-Familie erlebt habt.

Euer Matt

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