Avorion und die Faszination grenzenloser Freiheit im All

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Avorion und die Faszination grenzenloser Freiheit im All

Es gibt Momente, in denen ich in Avorion einfach den Schub herausnehme, den Bordcomputer verstummen lasse und minutenlang nur dabei zusehe, wie meine Bergbaulaser einen gewaltigen Asteroiden langsam in wertvolle Rohstoffe zerlegen. Kein Zeitdruck. Kein NPC, der mir ständig neue Aufgaben aufzwingt. Nur ich, mein Schiff und die unendliche Stille des Weltraums.

📋 Spielübersicht

🎮 Titel Avorion
🏢 Entwickler Boxelware
🌍 Herkunft Deutschland (Erlangen, Bayern)
📅 Release 9. März 2020
🎯 Genre Space Sandbox, Wirtschaft, Aufbau, Action
💻 Plattform PC (Windows, Linux)
🌐 Sprache Deutsch, Englisch und weitere
👥 Spielmodi Einzelspieler & Multiplayer
🎨 Grafikstil Voxel
⚙️ Engine Proprietäre Eigenentwicklung (Boxelware)
🛠️ Modding Hervorragend unterstützt
📦 Steam Workshop Ja

⭐ Sternen Schmiede Wertung

Kategorie Bewertung
🚀 Spielspaß 100 %
⛏️ Mining 100 %
🛠️ Schiffsbau 100 %
🌌 Atmosphäre 95 %
📖 Einstieg 60 %
🎨 Grafikstil 75 %

🏆 Gesamtwertung

94 %

Ein außergewöhnliches Sandbox-Weltraumspiel, das besonders durch seine Freiheit, seinen Schiffsbau und das entspannende Mining begeistert.

Viele Spieler würden wahrscheinlich sagen, dass Mining langweilig ist. Für mich als alten Weltraum-Miner ist es genau das Gegenteil. Es gibt kaum etwas Entspannenderes, als langsam ein Asteroidenfeld leerzuräumen und dabei zu beobachten, wie sich der Frachtraum füllt. Genau dieses Gefühl schafft Avorion wie kaum ein anderes Spiel.

Und genau deshalb gehört Avorion für mich zu den schönsten Space-Sandbox-Spielen überhaupt.


Was ist Avorion?

Avorion ist eine Weltraum-Sandbox des deutschen Entwicklerstudios Boxelware aus Erlangen in Bayern. Das Studio wurde 2016 von Konstantin Kronfeldner gegründet und entstand praktisch aus der Erfolgsgeschichte von Avorion selbst. Das Spiel begann als Nebenprojekt während seines Informatikstudiums, entwickelte sich nach einer erfolgreichen Steam-Greenlight-Kampagne und Kickstarter-Finanzierung jedoch schnell zum Hauptprojekt. Nach mehreren Jahren Early Access erschien Avorion schließlich im März 2020 offiziell und gewann kurz darauf sogar den Deutschen Computerspielpreis als Bestes Expertenspiel.

Dabei ist Avorion weit mehr als nur ein weiteres Weltraumspiel.

Es verbindet den freien Schiffsbau mit einer riesigen prozedural erzeugten Galaxie. Man kann handeln, kämpfen, Fabriken errichten, eine Flotte aufbauen, Piraten jagen, Handel betreiben oder einfach nur das tun, was ich meistens mache:

Asteroiden abbauen.


Eine riesige Sandbox voller Möglichkeiten

Ich habe viele Stunden in X4 verbracht.

Ich liebe Elite Dangerous.

Star Citizen fasziniert mich ebenfalls.

Und trotzdem schafft Avorion etwas, das diese Spiele auf eine ganz eigene Art ergänzen.

Hier gibt es keine vorgefertigten Schiffe.

Man baut sie selbst.

Block für Block.

Jedes Schiff kann komplett individuell entstehen – vom kleinen Bergbauschiff bis hin zum kilometerlangen Schlachtschiff.

Am Anfang wirkt der Editor vielleicht etwas ungewohnt. Doch irgendwann ertappt man sich dabei, noch "schnell" eine Triebwerkssektion umzubauen oder den Frachtraum zu erweitern. Zwei Stunden später ist aus einer kleinen Änderung plötzlich ein komplett neues Schiff geworden.

Diese kreative Freiheit gehört für mich zu den größten Stärken des Spiels.


Mining, wie ich es liebe

Wenn mich jemand fragt, warum ich Avorion so gerne spiele, antworte ich meistens gar nicht mit den großen Raumschlachten.

Ich rede über Asteroiden.

Das klingt wahrscheinlich verrückt.

Aber genau darin liegt für mich die Magie.

Ich liebe Wirtschaftssysteme.

Ich liebe Ressourcenmanagement.

Ich liebe es, langsam stärker zu werden.

In Avorion fühlt sich Mining tatsächlich lohnenswert an.

Neue Materialien schalten bessere Schiffskomponenten frei.

Größere Bergbaulaser ermöglichen noch effizienteren Abbau.

Irgendwann wächst aus einem kleinen Minenschiff eine komplette Bergbauflotte, die ganze Asteroidenfelder verschlingt.

Dieses stetige Wachstum motiviert mich immer wieder.

Während andere Spieler möglichst schnell ins Endgame wollen, verbringe ich oft Stunden damit, einfach nur Ressourcen zu sammeln.

Und genau dafür liebe ich Avorion.

🤖 B.O.B.-Analyse
Nach Auswertung sämtlicher Spielstunden von Commander Matt McKenzie beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein seltenes Erzvorkommen ignoriert wird, exakt 0,000001 %. Der Bordcomputer empfiehlt daher weiterhin großflächigen Asteroidenabbau.

Nicht von der Grafik abschrecken lassen

Ich verstehe jeden, der beim ersten Blick denkt:

"Das sieht aber ziemlich kantig aus."

Die Voxelgrafik ist definitiv Geschmackssache.

Auch ich musste mich erst daran gewöhnen.

Doch irgendwann passiert etwas Interessantes.

Man hört auf, einzelne Blöcke zu sehen.

Stattdessen erkennt man die unglaublichen Möglichkeiten, die dieses System bietet.

Plötzlich baut man riesige Raumstationen.

Gigantische Frachter.

Elegante Kreuzer.

Oder völlig verrückte Eigenkreationen.

Gerade weil alles aus Voxeln besteht, entstehen Möglichkeiten, die klassische 3D-Modelle kaum erlauben.

Nach einigen Stunden verschwindet die anfängliche Skepsis fast vollständig.

Dann bleibt nur noch eine riesige Galaxie voller Möglichkeiten.


Fast ein kleiner Bruder von X4

Immer wieder muss ich beim Spielen an X4 denken.

Natürlich verfolgen beide Spiele unterschiedliche Ansätze.

X4 setzt stärker auf seine lebendige Wirtschaftssimulation und ein von KI gesteuertes Universum.

Avorion dagegen konzentriert sich stärker auf den kreativen Sandbox-Gedanken.

Trotzdem sehe ich beide Spiele oft auf einer Ebene.

Wer Wirtschaft, Flottenmanagement, Schiffsbau und den langsamen Aufbau eines eigenen Imperiums liebt, wird in Avorion unglaublich viele Stunden verlieren können.

Gerade für Fans von X4 lohnt sich deshalb unbedingt ein Blick.


Was mir nicht so gut gefällt

Perfekt ist Avorion natürlich nicht.

Die Einstiegshürde ist vergleichsweise hoch.

Viele Spielmechaniken werden nur oberflächlich erklärt.

Gerade der Schiffseditor kann neue Spieler zunächst erschlagen.

Auch die Präsentation wirkt an manchen Stellen technisch und funktional statt atmosphärisch.

Wer cineastische Inszenierungen oder eine große Geschichte erwartet, dürfte eher enttäuscht werden.

Avorion lebt deutlich stärker von seinen eigenen Geschichten.

Von den Momenten, die man selbst erlebt.

Und genau das ist gleichzeitig seine größte Stärke.


Ein deutsches Herzensprojekt

Was mich zusätzlich begeistert:

Avorion kommt aus Deutschland.

Das kleine Studio Boxelware aus Erlangen entwickelt das Spiel bis heute kontinuierlich weiter. Seit dem Early Access sind zahlreiche große Updates und mehrere Erweiterungen erschienen. Das Team betont außerdem, Avorion langfristig weiter unterstützen zu wollen, obwohl inzwischen parallel an einem zweiten Projekt gearbeitet wird.

Gerade solche Entwickler unterstütze ich besonders gerne.

Man spürt einfach, dass hier kein schnell produziertes Massenprodukt entstanden ist.

Sondern ein Spiel, das aus echter Leidenschaft für Science Fiction und Sandbox-Systeme entwickelt wurde.


Für wen eignet sich Avorion?

Ich würde Avorion empfehlen, wenn ihr:

  • Weltraumspiele liebt.
  • gerne Ressourcen abbaut.
  • Wirtschaftssysteme mögt.
  • Schiffe selbst bauen wollt.
  • riesige Sandboxes erkunden möchtet.
  • Spiele wie X4, Space Engineers oder Empyrion mögt.

Weniger geeignet ist es dagegen für Spieler, die eine lineare Story, spektakuläre Zwischensequenzen oder sofortige Action erwarten.

Hier schreibt ihr eure eigene Geschichte.

💙 Mein Lieblingsmoment
Manchmal vergesse ich in Avorion völlig die Zeit. Eigentlich wollte ich nur noch einen einzigen Asteroiden abbauen, doch plötzlich ist eine Stunde vergangen. Aus einem kleinen Bergbauschiff ist wieder ein Stück mehr mein eigenes Schiff geworden. Genau diese ruhigen, fast meditativen Momente machen Avorion für mich zu einem Ort, an den ich immer wieder gerne zurückkehre.

Ohne Mighty Brankor wäre meine Reise nicht dieselbe gewesen

Bevor ich diesen Bericht abschließe, möchte ich noch jemanden erwähnen, der meine Zeit in Avorion nachhaltig bereichert hat: Mighty Brankor.

Wer sich intensiver mit Avorion beschäftigt, stößt früher oder später auf seine Arbeit. Als YouTuber und engagierter Modder hat er unzähligen Spielern den Einstieg erleichtert und gezeigt, welches Potenzial in Avorions Schiffsbau steckt. Seine Videos vermitteln nicht nur Wissen, sondern auch die Begeisterung für die kreativen Möglichkeiten des Spiels.

Besonders beeindruckt haben mich jedoch seine Mod- und Schiffskollektionen. Sie nehmen einem nicht die Freiheit, eigene Ideen umzusetzen – ganz im Gegenteil. Sie schaffen eine hervorragende Grundlage für Schiffe, die nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch technisch durchdacht und im Spielalltag leistungsfähig sind. Gerade für Spieler, die sich anfangs vom komplexen Schiffseditor etwas überwältigt fühlen, sind seine Kreationen eine enorme Hilfe.

Ich selbst habe viele Stunden mit seinen Schiffen verbracht. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn man ein Schiff übernimmt, das offensichtlich mit viel Liebe zum Detail entworfen wurde, und anschließend beginnt, es Stück für Stück an die eigenen Vorstellungen anzupassen. So entsteht aus einer hervorragenden Vorlage irgendwann doch wieder etwas ganz Eigenes.

Dafür möchte ich einfach einmal Danke sagen.

Danke für die unzähligen Stunden Arbeit, die Kreativität und die Leidenschaft, die in deinen Projekten stecken. Menschen wie du zeigen, dass Modding weit mehr ist als ein Hobby. Es hält Spiele lebendig, inspiriert andere Spieler und schafft eine Community, in der man sich gegenseitig unterstützt und voneinander lernt. Genau solche Menschen machen ein Spiel wie Avorion über viele Jahre hinweg zu etwas Besonderem.


❤️ Matt McKenzies Empfehlung

Perfekt für dich, wenn du...

  • 🚀 Weltraumspiele liebst.
  • ⛏️ entspannt Ressourcen abbauen möchtest.
  • 🛠️ gerne eigene Raumschiffe baust.
  • 📈 Wirtschaft und Flottenmanagement magst.
  • 🌌 in riesigen Sandboxes deine eigene Geschichte schreiben willst.

Eher nichts für dich, wenn...

  • ⚡ du ausschließlich schnelle Action suchst.
  • 📖 eine lineare Story erwartest.
  • 🎬 cineastische Inszenierung wichtiger ist als spielerische Freiheit.

Mein Fazit

Avorion ist für mich eines dieser Spiele, über das erstaunlich selten gesprochen wird.

Dabei versteckt sich hier eine der schönsten Space-Sandboxes der letzten Jahre.

Ja, die Grafik braucht etwas Eingewöhnung.

Ja, der Einstieg könnte komfortabler sein.

Aber sobald man sich darauf einlässt, öffnet sich ein Universum voller Freiheit.

Ein Universum, in dem jede Mine, jedes Schiff und jede Station wirklich die eigene Geschichte erzählt.

Und wenn ich wieder einmal gemütlich zwischen riesigen Asteroiden schwebe, während meine Bergbaulaser ihre Arbeit erledigen, weiß ich genau, warum ich immer wieder zurückkehre.

Denn manchmal braucht es gar keine große Story.

Manchmal reicht einfach nur ein Asteroidenfeld.

Und genau darin liegt für mich die besondere Magie von Avorion.


Zwischen Sternenstaub und Erinnerungen

Wenn ich heute an Avorion denke, erinnere ich mich nicht zuerst an den Endgegner oder an die größten Schlachten.

Ich denke an das leise Summen meiner Bergbaulaser.

An langsam vorbeiziehende Asteroiden.

An den Moment, wenn der Frachtraum wieder ein kleines Stück voller geworden ist.

An das Schiff, an dem ich bis spät in die Nacht noch ein paar Blöcke versetzt habe, obwohl ich eigentlich längst schlafen wollte.

Es sind genau diese kleinen Augenblicke, die ein Spiel für mich unvergesslich machen.

Avorion ist für mich kein Spiel, das man einfach durchspielt und anschließend deinstalliert. Es ist einer dieser Orte, zu denen ich immer wieder zurückkehre. Nicht, weil es ständig etwas Neues zu bieten hätte, sondern weil es sich ein wenig wie ein Zuhause zwischen den Sternen anfühlt.

Vielleicht wartet dort irgendwo schon das nächste Asteroidenfeld.

Vielleicht das nächste Schiff, das gebaut werden möchte.

Oder einfach nur ein ruhiger Abend im endlosen Schwarz des Alls.

Und ehrlich gesagt hoffe ich, dass ich auch in vielen Jahren noch einmal den Hyperraumantrieb starte, meinen Bergbaulaser aktiviere und mit einem zufriedenen Lächeln denke:

„Schön, wieder zuhause zu sein.“



Vielleicht gibt es auch für dich dieses eine Spiel, zu dem du immer wieder zurückkehrst. Ein Spiel, das nicht einfach nur Unterhaltung ist, sondern ein Ort, an dem Erinnerungen entstehen.

Wenn dir mein Ausflug nach Avorion gefallen hat und du Lust auf mehr persönliche Geschichten, Empfehlungen und Gedanken aus der Welt der Games, Science-Fiction, Bücher und Technik hast, dann bleib doch noch ein bisschen in der Sternen Schmiede. Hier findest du regelmäßig neue Artikel für alle, die genauso gerne in fremde Welten aufbrechen wie ich.

Und wenn auch du schon einmal in Avorion unterwegs warst, erzähl mir gerne in den Kommentaren von deinem Lieblingsschiff, deiner größten Flotte oder dem Moment, der dir bis heute in Erinnerung geblieben ist. Ich freue mich darauf, deine Geschichte zu lesen.

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